So nach einigen Tagen im Betrieb können wir die ersten Eindrücke der neuen Airport Express
* vermitteln. Schon beim Auspacken viel direkt auf, dass dieses Gerät dem Apple TV
* 2. Generation oder der 3. Generation in der Form schon sehr ähnlich ist. Einzig die Farbe und einige Anschlüsse unterscheiden die beiden Geräte noch. Auf jeden Fall ist das Gerät vom Design schon sehr gelungen, wenngleich auch das nun erforderliche Kabel ein wenig lästig ist. Dieses Kabel hat aber schon den Vorteil ein wenig mehr Flexibilität bei der Wahl des Aufstellungsortes zu bekommen.
Die Einrichtung

Die dunkle Apple TV und die helle Airport Express
Nach dem Auspacken und dem Anschließen an eine Stromquelle werden erst einmal ein paar Updates nötig und zwar bei der Konfigurationssoftware. Das stellte bei Mac OS X 10.7.4 kein größeres Problem dar, da funktionierte das über die Softwareaktualisierung problemlos. Leider ist es nur möglich das Gerät mit dem Airportdienstprogramm 6.1 einzurichten. Das ebenfalls verfügbare Airportdienstprogramm 5.6.1 für Mac läuft nur auf 10.5.7 bis 10.6.8. Interessanterweise wurde diese Aktualisierung nicht über die Softwareaktualisierung angeboten, was einen manuellen Download erforderlich machte. Für Benutzer von Lion ist spätestens jetzt nötig, sich an dieses etwas undurchsichtige Programm zu gewöhnen. Bei Windows gibt es da schon mehr Schwierigkeiten, vor allem von Nutzers älterer Windowsversionen, wie Vista und XP. Um es kurz zu machen: Keine Chance, es ist nicht möglich mit diesen Betriebssystemen das neue Gerät einzurichten. Man benötigt also Windows 7. Das Airportdienstprogramm 5.6.1 für Windows 7 kann man hier bekommen. Weiterhin ist es möglich die Airport Express mit einem iOS Gerät mit iOS 5.0 oder neuer einzurichten. Der Versuch auf das Gerät zuzugreifen, wie z.B. auf einen Router ist gescheitert. Auch wenn es unzählige Möglichkeiten der Einrichtung gibt, etwas verwirrend ist das schon. Die Einrichtung selber hingegen läuft ohne Probleme, hat man einmal das richtige Tool gefunden und installiert hat. Für Benutzer von Lion und iOS 5 ist das sicher eine schöne Lösung, dass das Tool ziemlich ähnlich aussieht und auch ähnlich funktioniert, alle anderen haben es ein wenig schwerer.
Die Funktionen
Apple hat die kleine Box um einige Funktionen erweitert. Dazu gekommen ist vor allem ein Ethernet – Port, 5Ghz Wi-Fi Unterstützung und die Möglichkeit der Einrichtung eines Gästenetzwerkes. Von der 1. Generation übernommen wurde die Airplay – Funktion und die Möglichkeit einen USB – Drucker für alle im Netzwerk befindlichen Computer verfügbar zu machen.

Die Anschlüsse
Der Ethernet – Port ist eine schöne Funktion, um PC ohne W-Lan nun doch ohne ein zusätzlichen Gerät online zu bekommen. Sicher ist das ein Kaufargument in Hinblick auf den Aufbau des Netzwerkes allein mit Hardware von Apple. Zudem ermöglicht dieser zusätzlich Port die Einrichtung eines “Roaming Network” ohne die Anschaffung der teureren Airport Extreme
* oder Time Capsule
*.
Die 5 GHz Wi-Fi Untersützung ist eine gute Sache in Hinblick auf die Zukunft. Derzeit ist es leider so, dass die meisten Smartphones, unter anderem das iPhone, mit diesem Band nichts anfangen können. Hat man allerdings nur Geräte im Netzwerk, die diesen Band unterstützen kann man sich über ein störungsfreies W-Lan freuen.
Das Gästenetzwerk war eine Funktion der Airport Express
* war ein Kaufargument. Leider wird diese Funktion nur verfügbar, wenn das Gerät genutzt wird, um auch die Internetverbindung aufzubauen. Mangels eingebautem DSL oder Kabelmodem sind diese Geräte erforderlich, um das auch umsetzten zu können. Im sicherlich häufiger eingerichtetem Brigdemode gibt es diese Funktionalität leider nicht.
Die Einrichung eines USB – Druckers war sehr einfach zumindest wenn der Druckertreiber schon auf dem Rechner installiert ist. Ist dem nicht so bietet es sich bei Mac’s an, diesen per USB anzuschließen und die Softwareaktualisierung durchzuführen. Ist der Treiber nicht vorhanden, wird der Mac diesen installieren. Jetzt kann der Drucker an die Airport angeschlossen werden und unter dem Systemeinstellungen eingerichtet werden. (Mehr Infos gibt es hier) Die Frage ob auch eine Festplatte an den USB-Port angeschlossen werden kann, müssen wir derzeit verneinen. Es war nicht möglich eine Platte für den Mac oder PC nutzbar zu machen. Bei einem USB-Stick wurde auf eine mangelnde Stromversorgung hingewiesen.
Airplay, die Funktion, die eigentlich sicher eine der wichtigsten ist. Der Anschluss von Lautsprechern erfolgt über 3,5 mm Klinke und ist sehr schnell erledigt. Nun sollte auf den iOS Geräten und im Itunes die Airplay – Funktion zur Verfügung stehen und nutzbar sein. Funktionierte in unserem Fall ohne Probleme, die Erfahrung zeigt aber je mehr das Netzwerk ausgebaut wird, um so größer können die Schwierigkeiten werden.
Fazit
Einige sinnvolle Erweiterungen machen die Airport Express (2. Generation) zu einer vollwertigen Wi-Fi Basisstation, die in Heimnetzwerken mit Geräten, die überwiegen per W-Lan auf das Netzwerk zugreifen, durchaus die 99 Euro wert ist. Die zusätzlichen Funktionen, wie Airplay oder der Anschluss eines USB – Druckers, sind ein Argument für dieses Gerät, vor allem für Anwender, die sich nicht lange mit Einstellungen am Router beschäftigen möchten. Bis auf die Wahl des Airportdienstprogramms verlief die Einrichtung aller Funktionen recht einfach und ohne Probleme. Im Betrieb hat das Gerät sich bis jetzt als sehr zuverlässig erwiesen, das W-Lan ist stabil und auch in Sachen Geschwindigkeit gibt es nichts zu beanstanden.
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